15. November 2017

Ein fabelhaftes Outfit

In einem meiner letzten Posts habe ich bereits von diesem tollen Cordstoff geschwärmt und angekündigt, dass natürlich auch der Sohn damit benäht wird. Die Fertigstellung hat etwas gedauert, aber nun ist das fabelhafte Outfit aus dem Hause Fabelwald vollständig.


Es hat gedauert, weil meine erste Mix&Moritz Hose für den Sohn in 98 viiiiiiel zu groß war. Ich war natürlich selbst schuld, ich habe ihn nämlich nicht vermessen. Ich dachte, aus 92 wächst er so langsam raus, also wird 98 schon passen. Nein, er ist darin ertrunken, man sieht es ein wenig auf dem oberen Bild. Also habe ich "noch schnell" eine Hose in 92 genäht, sie sitzt um Welten besser.


Zu der schlichten Hose gab es einen Robinpullover. Und wie immer lief es hier nach folgendem Muster ab: "Guck mal Sohn, ich habe dir einen neuen Pulli genäht." "Nein, blöder Pulli!!! Der soll weg, den ziehe ich nicht an." Eine Woche später musste er dann weinen, weil der Pulli nach drei Tagen Dauertragen doch mal in die Wäsche musste. Komischerweise wollte er beide Hosen sofort anziehen.


Die Absteppnähte habe ich bei dieser Hose mit Jeansgarn gemacht. So kommt ein bisschen Pepp in die Sache. Außerdem gab es, wie auch schon beim Rock für die Tochter, Hüftpassentaschen. In die kann man so cool die Hände reinstecken. Und dieses Kind bringt es wirklich fertig auf eine Rutsche zu klettern sich dort hinzusetzen und die Hände in die Tasche zu fummeln, um dann mit totaler Nonchalance runterzurutschen. Ich lieb den so!


Den Snowboardstoff habe ich schon vor einiger Zeit gekauft. Ich kam sozusagen gar nicht drumherum. Immerhin ist es unser liebstes gemeinsames Hobby, also von uns Eltern. Der Sohn ist aber der festen Überzeugung, dass es Skateboards sind.


Der Cord macht auch als Hose eine gute Figur. Wie gut, dass die in der nächstgrößeren Größe schon genäht ist. Bei einer weiteren Hose werde ich allerdings die Leibhöhe etwas kürzen. Hier tragen beide Kinder ihre Sachen eher hüftig, dafür ist die Hose zu hoch geschnitten.


Nun habe ich doch tatsächlich kein Foto vom gesamten Outfit gemacht. Erst war die Hose viel zu groß, dann der Pulli leicht fleckig und überhaupt muss mit dem Sohn alles ganz schnell gehen. Aber ich kann euch sagen, Hose und Pulli sehen fabelhaft zusammen aus.

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Schnitt: Robin Hoodie (ohne Hood) und Mix&Moritz Hose von Fabelwald
Stoff: Sommersweat mit Snowboardern von Lillestoff, Cord von Stoff & Stil

10. November 2017

Ein cooles Sweatkleid für einen coolen Wirbelwind

Vor etwa drei Jahren habe ich es schon mal versucht ein Sweatkleid für die Tochter zu nähen. Also genäht habe ich es erfolgreich und das Ergebnis fand ich auch total schön, nur die Tochter war nach zwei drei Mal tragen überhaupt nicht mehr begeistert. Zu warm.


Ich persönlich finde Hoodiekleider ja gerade für den Herbst und den Winter total cool. Man ist schnell hübsch angezogen und es ist so schön kuschelig. Leider wird es mir selbst auch schnell zu warm und irgendwie ist meine Figur so gar nicht kompatibel mit dieser Art Kleider (ich versuche es demnächst vielleicht trotzdem nochmal...).


Jetzt hatte ich das neue Buch von Klimperklein hier liegen, was inzwischen ja auch gar nicht mehr neu ist, aber ich habe tatsächlich noch Nichts daraus genäht. Und so habe ich die Tochter mal durchblättern lassen und sie war sofort Feuer und Flamme für das Hoodiekleid im Buch. Und ja eigentlich ist es in dieser Version natürlich gar kein Hoodiekleid, aber wir wollen mal nicht so sein.


Oder alternativ könnte man es ja einfach Collarkleid nennen, denn ich habe mich für die Variante mit dem Wickelkragen entschieden. Das erhöht doch direkt den Kuschelfaktor.


Außerdem bekam mein Kleid auch solche schicken Eingrifftaschen wie das Modell im Buch. Verziert sind sie mit Dreiecken aus SnapPap. Und wo ich das (den?) SnapPap schon zur Hand hatte, habe ich gleich noch ein kleines Label gebastelt. Total cool oder?!


Der Stoff ist ein Überbleibsel meiner blumigen Amy, die inzwischen schon weiter gewandert ist. Ich musste ganz schön ordentlich legen und schneiden, das alles drauf passte. Zum Glück hat es geklappt, ich finde das Ergebnis nämlich wunderhübsch. Die Tochter wirkt darin allerdings ganz schön erwachsen.


Was ein Glück, dass der Großteil der Fotos aussah wie die untenstehende Collage. Das ist mein Wirbelwind wie er leibt und lebt, da ist nichts mehr mit erwachsen. Und wie gut, dass das Kleid alles mitmacht.


Ich plane gedanklich schon das nächste Kleid. Das wird dann allerdings verschenkt. Und ich hoffe doch, dass die Tochter dieses Exemplar weiterhin gerne trägt, dann werde ich auch für sie noch das Ein oder Andere nähen.


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Schnitt: Hoodiekleid aus dem Buch "Klimperklein - Nähen mit Jersey"
Stoff: Sweat und Bündchen von Stoff & Stil, der Sweat ist leider leider schon länger ausverkauft
verlinkt bei: Kiddikram, Freutag, made4girls

7. November 2017

Eine neue Walkjacke für die Tochter

Letztes Jahr um diese Zeit lag bei uns bereits schon Schnee und die Kinder hatten schon ihren ersten Ausflug zum Schlittenberg hinter sich. Dieses Jahr ist der Herbst eher mild und hat viele schöne goldene Herbsttage zu bieten. Die perfekte Gelegenheit also für die Tochter die neue Übergangsjacke auszuführen.


Ich habe wie auch schon bei der Jacke für den Sohn (die übrigens immer noch passt) zu Klimperkleins Jackenschnitt gegriffen. Allerdings habe ich in der Breite zwei Größen größer und in der Länge ein bis zwei Größen größer zugeschnitten.


Auf diese Weise passt die Jacke noch über einen dickeren Pulli und wächst noch ein wenig mit. Die Ärmel sind schön lang und damit der Wind nicht so reinpfeift, habe ich auch diese Jacke mit versteckten Bündchen genäht.


Die Farbe der Jacke ist echt schwer einzufangen. Es ist ein schöner kräftiger, eher pinkiger Beerenton. Die Tochter ist auf jeden Fall begeistert, es passt auch hervorragend zu den neuen Stiefeln.


Ich habe mich hier für Paspeltaschen entschieden. Sie sehen irgendwie edel aus und passen in meinen Augen total gut zu dieser eher schlichten Jacke. Ich dachte mit Walk wären die Taschen kein Problem, doch es war nicht so einfach. Der Walk verschiebt sich ziemlich schnell und so konnte ich nicht so genau nähen wie es erforderlich gewesen wäre. Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem zufrieden.


Um sie ein wenig winddichter zu machen, ist die Jacke mit Wolljersey gefüttert, so bleiben auch die guten Wolleigenschaften erhalten. Nur die Kapuze sorgt mit ihrem Regenbogenfutter für zusätzliche Farbakzente. Am Saum habe ich den Walkteil länger zugeschnitten als das Futter, da diese Kante besonders dreck- und löcheranfällig ist. Eigentlich hätte ich am Reißverschluss auch gerne einen Streifen Walk ans Futter genäht, aber da hatte ich Angst, dass es doch zu dick wird.


Großes Drama gab es hier übrigens wegen der Kapuze. Ich habe ja gedacht, dass die Tochter nun zu groß für eine Zipfelkapuze ist. Tja, falsch gedacht. Die Arme war total traurig darüber, dass ihre Jacke keine Zipfelkapuze hat. Zum Glück war die Trauer dann doch rasch verflogen und sie glücklich über ihre Jacke.


Beim Nähen der Jacke habe ich total Lust bekommen, mich das nächste Mal an einen Mantel zu wagen. Das würde der Tochter sicherlich auch sehr gut gefallen.


Die Fotos sind übrigens so gegen 10 oder 11 Uhr entstanden, aber man sieht, dass die Schatten noch ganz schön lang sind. Licht wird hier also langsam aber sicher zur Mangelware, viele Fotos werde ich draußen nicht mehr machen können.


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Schnitt: Jacke von Klimperklein
Stoff: Wollwalk von Wollkids, Regenbogenjersey vom Stoffmarkt
verlinkt bei: Kiddikram, made4girls, creadienstag

3. November 2017

The Great British Sewing Bee - Cook's Apron

Eine Freundin hat mir mal aus dem Urlaub das Buch zur Sendung "The Great British Sewing Bee" mitgebracht. Das Buch ist total schön, ich blättere es gerne durch, es sind viele tolle Sachen drin, aber ich habe bisher tatsächlich noch nichts daraus genäht.



Das lag zum Einen daran, dass ich dachte, dass ich die Schnittmuster umständlich im Copyshop vergrößert ausdrucken lassen muss (es gibt sie aber auch online zum Selbstausdrucken und Zusammenkleben) und zum Anderen daran, dass die meisten Projekte meine Komfortzone sowas von verlassen. Da ist zum Beispiel ein wunderschöner Blazer für undehnbare Stoffe drin oder mehrere Kleider, ebenfalls für undehnbare Stoffe. Da muss ich ganz sicher erstmal ein Probestück nähen und dann ganz viel am Schnittmuster anpassen. Ich habe mir so ein langwieriges Projekt jetzt aber trotzdem fürs Frühjahr vorgenommen.



Für den Anfang habe ich mich also an ein leichtes Projekt gemacht: eine Schürze für meine Mutter. Die Stoffe habe ich zusammen mit der Tochter ausgesucht. Ihr Favourit sah etwas anders aus (nennen wir es doch beim Namen: viiiiel kitschiger), aber wir konnten uns auf diese etwas retro angehauchte Kombi einigen.



Ich dachte ja, dass diese Schürze recht schnell zusammengenäht ist, aber tatsächlich musste ich beim Annähen der Seitenbänder ganz schön grübeln, die Anleitung war da irgendwie nicht so ergiebig. Und das Ergebnis finde ich persönlich an dieser Stelle auch nicht so schön, da die Bänder deutlich schmaler sind als das Band zwischen oberem und unterem Schürzenteil.



Außerdem stört es mich, dass meine Rüschen am Saum aufgrund des steifen Schrägbandes so doof fallen. Nach dem Bügeln einfach nur hingelegt, sehen sie ganz hübsch aus, aber auf dem Hängebild irgendwie so gar nicht. Ich hoffe das gibt sich noch beim Tragen und Waschen.



Das hört sich jetzt alles so negativ an, aber eigentlich finde ich die Schürze ganz cool. Und trotzdem werde ich selbst nicht zum Schürzenfan. ;-) Vielleicht nähe ich für uns einfach Topflappen aus dieser Kombi?!




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Schnitt: Cook's Apron aus dem Buch "The Great British Sewing Bee"
Stoff: gemusterte und einfarbige Webware von Stoff & Stil
verlinkt bei: Freutag

20. Oktober 2017

Amy - diesmal aber nicht für mich

Meine letzte Amy, die ich für mich genäht habe, hat mich ja an mir irgendwie nicht überzeugt und ich habe sie übers Internet in die schöne Schweiz verkauft. Um ein wenig Porto zu sparen habe ich sie dem Bruder des Liebsten mitgegeben, der den Pulli wiederum seinen Eltern (also natürlich auch den Eltern des Liebsten) geben sollte, damit diese ihn weiterschicken. Irgendwann kriegte ich von der Mutter des Liebsten eine Nachricht mit Foto: "Danke für den schönen Pulli!". Hö??? So war das aber nicht gedacht... Klarer Fall von Missverständnis. :-D


Letzendlich hat der Pulli der Mama vom Liebsten so gut gefallen, dass sie sich auch einen gewünscht hat. Wie gut, dass sowieso ihr Geburtstag gerade anstand. Und wie schlecht, dass dann der gleiche Stoff alle war und ich irgendwie keine Zeit zum Nähen fand.


Nun haben die Großeltern uns in den Herbstferien besucht und es war klar, dass der Pulli bis dahin fertig sein musste. Mit ein wenig Druck im Nacken ging es plötzlich doch ganz schnell und so konnte sich die Mutter des Liebsten doch noch über eine Amy freuen.


Der Pulli an sich ist recht schlicht gehalten, nur das Halsbündchen bildet einen schönen Kontrast zum hellen Hauptstoff. Außerdem habe ich eine Nackenversäuberung (ebenfalls in Kontrastfarbe) eingearbeitet, damit man erstens erkennt wo hinten ist und zweitens weil es so hübsch aussieht.


Die Ärmelbündchen habe ich um die Hälfte in der Höhe gekürzt, da die Ärmel damals an meinem Pulli viel zu lang waren. So passt es jetzt super.


Und ist es nicht cool, dass sich die liebe M. direkt bereit erklärt hat Fotos für meinen Blog zu machen?! Ich finde das super. Ein Riesendanke dafür!


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Schnitt: Amy von pattydoo
Stoff: Sweat und Bündchen von Stoff & Stil
verlinkt bei: Freutag

16. Oktober 2017

Rock Inka aus Opa-Cord

Dieses Schnittmuster habe ich vor Ewigkeiten das erste Mal genäht und bisher ist es leider dabei geblieben. Aber warum eigentlich?! Das Schnittmuster ist total schön, aber wenn man mal richtig loslegt, dann ist es mit Taschen und zwei Kräuselstellen auch relativ aufwendig. Die Mühe lohnt sich jedoch und in Zukunft werde ich wieder öfter danach greifen. Ganz bestimmt.


Den Stoff habe ich im neuen Herbst-/Winterkatalog von Stoff & Stil entdeckt und musste den sofort kaufen. Diese Rippenbreite ist mir bei Cord die Liebste. Noch nicht ganz so breit wie richtiger Breitcord, aber doch viel strukturierter, und damit auch fester und griffiger, als Feincord.


Für das Schnittmuster ist der Stoff vielleicht nicht ganz ideal, aber ich hatte das so im Kopf und musste es umsetzen. Und jetzt gefällt er mir total gut. Am liebsten mag ich ja den Saum mit meinem liebsten Zierstich.


Den Cardigan habe ich bereits vor einem Jahr genäht und er sieht hervorragend zum Rock aus. Wie gut, dass er der Tochter noch passt.


Ich habe den Rock mit Taschen genäht, was bei den Kindern mittlerweile ja echt immer sein muss, wenn es möglich ist. In den Taschen versteckt sich dasselbe Futter wie am Bund. Ansonsten ist der Rock komplett einfarbig (bis auf die Effektnähte natürlich).


Wie ich oben schon schrieb, wird der Rock oben am Vorder- und Hinterteil gekräuselt, sodass eine sehr schöne A-Form entsteht.


Für den kleinen Bruder habe ich selbstverständlich auch etwas aus diesem Cord genäht. Das zeige ich dann demnächst. So viel sei schon mal verraten: es ist kein Rock. :-D Mal sehen, ob ich selbst nun auch noch einen Rock daraus brauche...

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Schnitt: Rock Inka von Fabelwald
Stoff: Cord von Stoff & Stil
verlinkt bei: Kiddikram, made4girls

12. Oktober 2017

Betula zum Zweiten

Schon vor einer Weile habe ich hier im Blog den Schnitt Betula von Fabelwald vorgestellt und eine zweite Betula versprochen. Jetzt komme ich endlich dazu sie auch wirklich zu zeigen.


Meine zweite Version ist ebenfalls schon beim Probenähen entstanden. Im Gegensatz zu meinem ersten Pulli, habe ich mich hier für den gerundeten asymmetrischen Saum entschieden und außerdem für 3/4-Ärmel.


Aber auch dieser Pulli ist recht schlicht gehalten. Lediglich der Saumbeleg bildet einen kleinen Farbkontrast zu dem schönen Hauptstoff in lila. Natürlich habe ich davon kein Foto. :-)


Ich wusste übrigens gleich wo ich meine Betulas fotografieren wollte, heißt "Betula" doch Birke. Leider liegt die Location nicht gerade um die Ecke. Aber schön ist es, sogar ein Eichhörnchen hat sich zwischendurch mal angeschaut, was wir denn da so treiben.


Habt ihr übrigens das Lookbook mit all den tollen Designbeispielen vom Probenähen gesehen?! Wenn nicht, schaut unbedingt mal rein, dort könnt ihr euch selbst überzeugen wie vielseitig der Schnitt ist.


Ich habe mir bereits Stoff für eine dritte Betula gekauft. Diesmal gemustert. Und mit Glitzer. Man darf gespannt sein...


Diese lila Version gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsteilen. Schön lässig, passt zu allen meinen Hosen und zu diversen Röcken und ich liebe die Farbe.


Zu kaufen gibt es Betula übrigens natürlich bei Dawanda und bei Makerist und im Stoffbüro.

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Schnitt: Betula von Fabelwald (wurde mir im Rahmen eines Probenähens zur Verfügung gestellt)
Stoff: Knit Knit Jacquard in lila von Hamburger Liebe
verlinkt bei: RUMS